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Sauberkeitserziehung | Elternflyer

Viele Eltern sind verunsichert, wenn es um die Themen Sauberkeit und Trockenwerden geht. Wollen doch alle Eltern alles richtig machen. Mit unserer Elterninfo sind Sie über beide Themen bestens informiert.

Was es bedeutet, SAUBER und TROCKEN zu werden

Für Kinder ist das trocken werden ein wichtiger Meilenstein im persönlichen Entwicklungsprozess. Viele kognitive und soziale Prozesse finden dementsprechend in den ersten Lebensjahren statt.
Doch gerade auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Sauberkeitsentwicklung. In Ländern wie der Elfenbeinküste oder anderen afrikanischen Ländern werden Babys bereits teilweise nach dem Abfallen der Nabelschnur aufs „Töpfchen gesetzt“ währenddessen Kinder in Kanada teilweise noch bis zum vierten Lebensjahr windeln tragen und dies dort nichts Ungewöhnliches ist. Daher ist die persönliche und individuelle Sauberkeitsentwicklung auch ein kultureller Prozess.
Für unsere Kinder wiederum ist das trocken werden ein Ausdruck von Autonomie und Erwachsenwerden. Kinder können so selbst Einfluss auf Ihren Körper nehmen. Dies macht die Kinder Stolz und trägt mit zu einem gesunden Ich-Bewusstsein bei.

Zeichen richtig DEUTEN

Kinder müssen verschiedene Entwicklungsschritte meistern, um trocken zu werden. Gehen Sie daher entspannt und mit Ruhe das Thema an. Achten Sie auf verschiedene Zeichen Ihres Kindes wie bestimmte Bewegungsabläufe, Gesichtsveränderungen oder sprachliche Äußerungen. Ältere Kinder ahmen auch gerne ihre Eltern nach. Ebenfalls zeigen manche Kinder auch auf ihre Geschlechtsteile. Achten Sie also auf die Signale Ihres Kindes und versuchen Sie diesen einen sprachlichen Ausdruck zu verleihen.

Ein SCHRITT nach dem anderen

So wie Rom nicht an einem Tag erbaut wurde, so ist auch die Sauberkeitsentwicklung ein Prozess, welcher je nach Kind, stets unterschiedlich stattfindet.

Wie zuvor erwähnt, entwickeln sich Kinder stets individuell. Dennoch lassen sich bestimmte Meilensteine feststellen. Die willkürliche, also gezielte Steuerung des Harnlassens entwickelt sich bei den Kindern zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr. Dies dauert seine Zeit, da sich das Nervensystem des Kindes erst entwickeln muss.
Natürlich spielt neben den körperlichen Voraussetzungen auch die geistige Reife des Kindes eine wesentliche Rolle, schließlich muss das Kind den körperlichen Reiz mit dem Thema Toilette verbinden und dieses letztlich auch noch uns Eltern oder Pädagogen mitteilen.

Eine ganz schöne Leistung, die hier von unseren Kindern erbracht wird. Hinzu kommt oftmals der schnelle Wunsch nach dem Trocken werden, sei es von einem selbst oder von der Umgebung. Doch der Wunsch von uns Erwachsenen kann so schnell in die falsche Richtung gehen. Denn zu viel Druck und zu frühes Beginnen der Sauberkeitserziehung kann beispielsweise psychische Probleme verursachen, was zu erneutem Einnässen oder dem Zurückhalten des Stuhls führen kann. Viel besser ist es, das Kind bei der Entwicklung zu unterstützen. Bieten Sie die Toilette an und loben Sie das Kind nach dem Toilettengang. Im Sommer fehl ebenso die dicke Kleidung. Ein guter Zeitpunkt also, um die Windel tagsüber auszulassen.

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Zitiervorschlag

Götz, S. (2022). Sauberkeitserziehung | Elternflyer. Infoflyer für Eltern zum Thema Sauberkeitserziehung. ISSN: 2748-2979. Zugriff am 18.03.2022. Verfügbar unter: https://krippenzeit.de/sauberkeitserziehung-ist-aufgabe-von-eltern-und-kita-beispiel-elternflyer/

Von Sebastian Götz

"Ich lerne für den besten Job der Welt und möchte euch hier auf Krippenzeit daran teilhaben lassen."

Denn auf meinem Blog nehme ich euch mit auf eine spannende Entdeckungsreise der pädagogischen Ausbildung zum Erzieher und weit darüber hinaus.

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