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2. Februar 2023 , 13:04
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Maria Montessori – Leben & Wirken

Das Leben und Wirken von Maria Montessori verstehen.

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Inhalt

  1. Leben und Wirken von Maria Montessori
  2. Quellen

Ich arbeite seit längerer Zeit an einem umfassenden und übersichtlichen Beitrag zu Maria Montessoris Lebenswerk. Dieses laufende Projekt wird hier stetig erweitert, angepasst und erneuert. Falls Ihr auf dem Laufenden bleiben möchtet könnt ihr entweder regelmäßig vorbeischauen oder Ihr gebt mir per Mail oder WhatsApp eure Handynummer. Ich informiere euch dann per WhatsApp über Aktualisierungen. Weitere Informationen und Daten sind natürlich jederzeit Willkommen. Teilt mir diese gerne mit.

Leben und Wirken von Maria Montessori

DatumOrtHandlung
31.08.1870Chiaravalle
(Italien)
Geburt von Maria Montessori in dem Ort Chiaravalle, ein Ort der Provinz Ancona in Italien. Mutter war Renilde Montessori (geb. Stoppani; 1840-1912) und stammt aus einer Gutsfamilie. Vater war der Finanzbeamte Alessandro Montessori (1832–1915).
1873-1890Florenz (Italien)
Rom (Italien)
Die Familie zog zuerst nach Florenz und letztlich nach Rom. Montessori besuchte eine Knabenschule in Rom mit naturwissenschaftlich-technischen Schwerpunkt.
1890-1896Rom
(Italien)
Montessori begann im Jahre 1890 ein Studium der Medizin und Naturwissenschaften an der Universität Rom. Die Entscheidung zum Medizinstudium erfolgte gegen den Willen ihres Vaters. Sie vertiefte insbesondere die Bereiche der Evolutionstheorie und Embryologie.
10.07.1896Universität Rom (Italien)Promotion zur Dr. med. mit dem Forschungstitel: „Ein klinischer Beitrag zum Studium des Verfolgungswahns“ aus dem Bereich der antagonistischen Halluzinationen. Montessori erreichte mit einem Umfang von 96 handgeschriebenen Seiten 105 von 110 möglichen Punkten.
09.1896Berlin (Deutschland)Delegierte der röm. Frauenorganisation Associazione femminile di Roma mit der Teilnahme am „internationalen Kongress für Frauenwerke und Frauenbestrebungen“ in Berlin.
1896Rom (Italien)Erstmals wurde Montessori in Krankenhäusern von Rom mit behinderten Kindern konfrontiert. In dieser Zeit studierte Montessori auch die Schriften der französischen Ärzte Itard und Séguin, die mit behinderten Kindern gearbeitet haben.
11.1896Rom (Italien)Montessori wird Assistenzärztin in der Chirurgie des Männerkrankenhauses „Ospedale Santo Spirito in Sassia“
1896Tip. Innocenzo Artero in Rom (Italien)Erste medizinische Veröffentlichung mit dem Beitrag: „Sul significato dei cristalli di Leyden nell´ asma bronchiale“ (Die Bedeutung der Leydener Kristalle bei Bronchialasthma)
1897Turin (Italien)Montessori spricht auf dem nationalen Ärztekongress über das Thema: „Ursachen von Kriminalität und über den Zusammenhang von Verbrechen, sozialer Not und fehlender Schulreform.“
1897Rom (Italien)Maria Montessori übernimmt die Assistentur an der psychiatrischen Klinik in Rom und lernt so Dr. Giuseppe Montesano kennen.
09.1898Turin (Italien)Montessori spricht auf dem nationalen Pädagogen-Kongress mit Lehrern, hier erstmals ein stattfindender Wechsel von Medizin auf Pädagogik. Sie fordert die Abschaffung sozialer Missstände sowie eine Reform der Erziehung geistig behinderter Kinder.
31.03.1898Geburt des Sohnes Mario. Montessori gibt ihren Sohn zu Bekannten in eine ländliche Gegend.
1898Montessori wird Mitglied der Liga für die Erziehung behinderter Kinder.
1899Rom (Italien)Montessori begann im Auftrag des italienischen Erziehungsministers mit Vorträgen an dem Lehrerbildungsinstitut College Romano. Thema: Methode zur Erziehung zurückgebliebener Kinder.
1899Aus den oben genannten Vorträgen entstand die Scuola Magistrale Ortofrenica mit Dr. Montesano.
1896-1908Maria Montessori war in dieser Zeit eine starke Vertreterin der Frauenbewegung.
1901Rom (Italien)Montessori verließ die Scuola Magistrale Ortofrenica und begann ein Studium der Anthropologie, Psychologie und Erziehungsphilosophie. In dieser Zeit besuchte sie Grundschulen für die anthropologische Forschung.
1903Rom (Italien)Vortrag „pädagogische Anhtropologie“ an der Universität Rom
1904Rom (Italien)Empirische Forschung zu „Der Einfluss der familiären Verhältnisse auf das intellektuelle Niveau von Schülern…“
1904-1908Rom (Italien)Vorlesungen an der Uni zu Thema Pädagogische Anthropologie
1907Teilnahme an feministischer Bewegung Italiens zur weiblichen Gleichberechtigung
06.01.1907Via dei Marsi 53, San Lorenzo, Rom (Italien)Erste Erfahrungen in der neu gegründeten Casa die Bamibini als Leitung. Montessori selbst hat diese Einrichtung nicht gegründet.
1908Mailand (Italien)Das Kinderhaus in der Via Solari wird von Anna Maria Maccheroni (Freundin / ehem. Schülerin Montessoris) eröffnet.
1909Montessori veröffentlichte das Buch „Die Entdeckung des Kindes“. Sie beschrieb darin eine neue Pädagogik, welche sie in den vorherigen Jahren erarbeitet hatte.
1909Città di Castello (Italien)Montessori startet mit ca. 100 Schülern den ersten Ausbildungskurs mit ihrer Methode. Innerhalb eines Monats schreibt sie ihr Buch „IL Metodo della Pedagogia Scientifica apply alléducazione infantile nelle Case dei Bambini“.
1910Montessori veröffentlichte das Buch „Pädagogische Anthropologie“ (Antropoliga pedagogica), welches beim Menschenbild zum Teil als rassistisch und krankhaft deutend gewertet wird. Siehe Eugenik<->Montessori.
1912Rom (Italien)Montessori hielt in Rom einen ersten internationalen Ausbildungskurs.
1913Montessori holt ihren Sohn Mario von Bekannten zu sich
1913USAMontessori reiste erstmal in die USA um Vorträge zu halten.
1914Praxishandbuch der Montessori Pädagogik?!
1915USAZweite Reise in die USA die mehrere Monate dauerte.
1916Barcelona (Spanien)Montessori verlegte ihren Wohnsitz nach Barcelona. Gründung des Hauses „Haus der Kinder in der Kirche“.
1916Veröffentlichung des zweiten pädagogischen Werkes „Die Selbsterziehung in den Grundschulen“
1916Veröffentlichung des Werkes „Schule des Kindes“
1916Veröffentlichung des Vortrages „Die Selbsterziehung des Kindes?“ (UNGEPRÜFT)
1917Niederlande / USAReisen von Montessori nach Niederlande und die mittlerweile dritte USA Reise.
1917Schriftwechsel mit Sigmund Freud
1921London (Großbritannien)Vortrag in London „Grundlagen meiner Pädagogik“
1922Brüssel (Belgien)Vortrag in Brüssel zu „Allgemeines über meine Methode“
1926SüdamerikaMontessori reiste zur Verbreitung ihrer Methode nach Südamerika.
1929Berlin (Deutschland), ab 1936 Amsterdam (Niederlande)Gründung und Sitz der Association Montessori Internationale (AMI).
1929Helsingör (Dänemark)Erster Montessori-Ausbildungskongress
1930Wien (Österreich)Nachruf in Wien „auf Trude Hammerschlag“
1930Beitrag? „Die Bedeutung der Musik für das Kind“ (UNGEPRÜFT)
1930London (Großbritannien)Vortrag? In London „The spiritual Training of a teacher, in: The Child in the Church“
1932Nizza (Frankreich)2. internationaler Montessori-Kongress
1932Genf (Schweiz)Vortrag in Genf zu „Frieden und Erziehung“
1933Vortrag „Gebote für den Erzieher des jungen Kindes“
1933Amsterdam (Niederlande)3. Montessori-Ausbildungskurs/Kongress
1934Buch „Grundlagen meiner Pädagogik“ erschienen
1934Rom (Italien)4. internationaler Montessori-Kongress
1935Werk? „Die Stellung des Menschen in der Schöpfung“
1936Montessori verließ wegen des Bürgerkrieges Barcelona.
1936Oxford (Großbritannien)5. internationaler Montessori-Kongress.
1936Brüssel (Belgien)Vortrag in Brüssel zu „Für den Frieden“
1936Buch? „Kinder sind anders“
1936Werk: „Soziale Erziehung im Jugendalter“
1936London (Großbritannien)Vortrag in London zu „Von der Kindheit zur Jugend“
1937Barcelona (Spanien)Vortrag? „El Nino“ in Barcelona
1937Kopenhagen (Dänemark)6. internationaler Montessori-Kongress. Zugleich Friedenskonferenz.
1937Die soziale und moralische Grundlage der Erziehung
1938Laren (Niederlande)Vortrag in Laren „Grundlagen meiner Pädagogik“ mit relativiertem Bezug zur Bedeutung quantitativer empirischer Forschung für Pädagogik
1938Laren (Niederlande)Vortrag in Laren „Die religiöse Erziehung nach der Montessori-Methode“
1938Kursvortrag „Die Lektion der Stille“
1938Edinburgh (Großbritannien)7. internationaler Montessori-Kongress.
1939Werk auf Niederländisch „God en het Kind“
1939Werk „Von der Kindheit zur Jugend „Erdkinderplan“
1939Aydar (Indien)Montessori verließ Europa und zog nach Indien.
1941Ihr Schüler Albert M. Joosten veröffentlicht auf Niederländisch eine Sammlung ihrer Vorträge aus den 1930er Jahren unter: Door het kind naar eene nieuwe wereld.
1942Vortrag „Über den Grundriss der Montessori-Schule“
1944/1945Aydar (Indien)Erstellung eines 7-teiligen Gebets in Indien „La preghiera“
1945Jaipur (Indien)Allindische Montessori-Konferenz.
1946Montessori kehrte nach Europa zurück.
1946London (Großbritannien)Kursvortrag in London zu „Über Vorstellungskraft und Märchen“
1946London (Großbritannien)Kursvortrag in London zu „Die Konzentration und die Erzieherin
1946London (Großbritannien)Kursvortrag in London zu „Über Religiöse Erziehung“
1946London (Großbritannien)Kursvortrag in London zu „Kinder, Erzieher und Gesellschaft“
1946„Erziehung für eine neue Welt“
1947Werk „Neue Welt und Erziehung“
1947ItalienNeugründung der Opera Montessori in Italien
1947Ablehnung eines angebotenen Lehrstuhls der Universität Berlin
1947Rückkehr nach Indien und dort weitere Ausbildungskurse
1948Sri LankaMontessori reist nach Ceylon
1948Werk „Menschliche Potenzialität und Erziehung“
1949Karachi (Pakistan)Auf Einladung der Regierung Pakistans ist in Karachi ein einmonatiger Ausbildungskurs mit Unterstützung durch Albert (Schüler Montessoris) und Mario Joosten.
1949San Remo (Italien)Montessori wirkt am 8. Internationalen Montessori-Kongress mit.
1949Montessori kehrt endgültig nach Europa zurück.
1949Oslo (Norwegen)Nominierung für Friedensnobelpreis.
1949IndienVeröffentlichung des Werkes „Das kreative Kind – Der absorbierende Geist“ in Indien.
1949Weltanalphabetismus
1949Schulerziehung und Demokratie
1949Veröffentlichung des letzten Werkes „Über die Bildung des Menschen“ (Formazione dellúomo)
1950Norwegen / Schweden / ItalienVortragsreihe in skandinavischen Ländern und Italien
1950Amsterdam (Niederlande)Internationale Tagung in Amsterdam zur „Kosmischen Erziehung“ und zu Ehren von Maria Montessoris 80. Geburtstag.
1950Amsterdam (Niederlande)Montessori erhält die Ehrendoktorwürde der Stadtuniversität Amsterdam
1950Florenz
(Italien)
Montessori spricht auf der Generalkonferenz der Unesco.
1950Oslo (Norwegen)Nominierung für Friedensnobelpreis
1951Oslo (Norwegen)Nominierung für Friedensnobelpreis
1951London (Großbritannien)Teilnahme am 9. Internationalen Montessori-Kongress
1951Innsbruck (Österreich)Letzte persönliche Teilnahme am 30. Ausbildungskurs
1952Noordwijk aan Zee
(Niederlande)
Maria Montessori plante noch eine Reise nach Ghana.
06.05.1952Noordwijk aan Zee
(Niederlande)
Maria Montessori verstarb und wurde auf dem katholischen Friedhof in Noordwijk bestattet. Ihr Grabstein trägt die Inschrift: Ich bitte die lieben Kinder, die alles können, mit mir zusammen für den Aufbau des Friedens zwischen den Menschen und in der Welt zu arbeiten.
Chronologische Darstellung Maria Montessoris Leben

Quellen

  1. Association Montessori Internationale (montessori-ami.org)
  2. Ludwig, H. (Hrsg.). (2017). Grundgedanken der Montessori-Pädagogik (25. Auflage). Verlag Herder GmbH.

Zitiervorschlag

Götz, S. (2023). Maria Montessori – Leben und Wirken. Das Leben von Maria Montessori verstehen. ISSN: 2748-2979. Zugriff am 02.02.2023. Verfügbar unter: https://krippenzeit.de/montessori-leben

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Sebastian Götz

Sebastian berichtet hier auf Krippenzeit über die frühkindliche Bildung in den Kitas und dem professionellen Management. Von der Geburt an bis zum dritten Lebensjahr... und weit darüber hinaus!

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